Sonntag, 18. August 2019

Crèvecoeur

Rettet die "Gebrochenen Herzen"
Die Crèvecoeur Hühner sind eine der seltensten Hühnerrassen in Deutschland. Es gibt nur noch circa 70 Zuchttiere. Weltweit wird die Anzahl der Crèvecoeur auf unter 1.000 geschätzt. Es sind wirklich liebenswerte Hühner, die als Zwei-Nutzungshuhn vor circa 500 Jahren in der Normandie gezüchtet wurden. Die Haube und der V-Kamm sind ganz besondere Merkmale.

Unsere seltenen Hühnerrassen benötigen engagierte Züchter, die helfen sie zu erhalten und weiterzuentwickeln. Hierzu gehört es auch die Zuchtbasis der Rassen zu sichern und wenn möglich zu vergrößern. Warum hierzu nicht mal neue Wege gehen, z.B. mit einem Informations- und Vermittlungsvideo und Kanal auf YouTube? 

Dr. Bene präsentiert Euch in seinem YouTube Videokanal Dinosauer seine Crèvecoeur Zuchttiere und den Nachwuchs im Sommer 2019. Ein paar Tiere sind für seine Zucht 2020 eingeplant. Die meisten aber möchte er jedoch sehr gern an andere Hühnerliebhaber abgeben, die mithelfen wollen, dass die Crèvecoeur nicht aussterben.






















 Schaut doch mal rein…



Wir empfehlen auch das Video: Dr. Bene sorgt für freie Sicht 




Donnerstag, 18. Juli 2019

Von der Geschichte zur Zukunft

Schaupräsenz der Haubenhühner und seltener Hühner in Österreich
Meine große Leidenschaft neben der Paduaner Zucht ist seit je her die Geschichte – hat mich mein beruflicher Werdegang nun in eine gänzlich andere Richtung verschlagen, so denke ich noch immer gerne an meine Arbeit als Historikerin an der Universität Wien zurück. Gerade deshalb freue ich mich besonders mit diesem Artikel meine beiden Passionen verknüpfen zu dürfen und die vom Sonderverein (SV) betreuten 14 Rassen, auf Basis ihrer Meldezahlen auf Bundes- und Bundesjungtierschauen ab 1980 bis heute, beleuchten zu können.
(Stefanie Wolf, Züchterin aus Österreich und Presseverantwortliche SV)


Holländer Haubenhühner aus aktueller Zucht in Österreich.  Züchter: Stefan Eigner

Die vom Sonderverein betreuten Rassen auf österreichischen Bundes- und Bundesjungtierschauen seit 1980
Numerisch aufsteigend möchte ich Vogtländer, Annaberger Haubenstrupphühner, Crèvecoer und Kaulhühner vorwegnehmen. Diese 4 Rassen wurden in den archivierten letzten 39 Jahren nicht ein einziges Mal auf Bundesebene in Österreich präsentiert.

5 Rassevertreter der Appenzeller Barthühner präsentierten sich vor 32 Jahren also 1987 in Wels – seitdem wurde die Rasse nicht mehr gezeigt. Mit einem Tier mehr, also 6 Stück, waren die Brabanter Bauernhühner im Jahre 1999, ebenfalls in Wels, vertreten – sie sind seitdem ebenso wie die zuvor genannten gänzlich aus den Katalogen verschwunden. Endlich im zweistelligen Bereich sin die Houdan einzuordnen. 1980-2017 wurden gesamt 10 Tiere in der höchsten österreichischen Ausstellungsebene vermerkt. Erstmalig mit einer Kollektion von 6 Tieren auf der Bundesjungtierschau in Ried 1999 vertreten, wurden bereits 2000 in Wels wiederum 4 Rassevertreter registriert. Leider bleiben diese beiden Ausstellungen die einzigen auf denen die Houdan dem breiten österreichischen Publikum gezeigt wurde.
Paduaner im Freilauf auf Österreichs Wiesen.  Züchterin: Stefanie Wolf


Die Paduaner wurden nach 6 Stück in Gold-Schwarzgesäumt im Jahre 2002 in Wels erst wieder 15 Jahre später, also 2017 in derselben Messestadt mit 6 Tieren in Tollbunt gezeigt. Die genannte tollbunte Kollektion erreichte den ersten Bundesmeistertitel für diese Rasse überhaupt in der archivierten Geschichte des Rassezuchtverbandes Österreichischer Kleintierzüchter.

Mit 14 gezeigten Tieren übertreffen die Breda das Dutzend der Paduaner. Gleich auf drei Bundesschauen waren sie vertreten: 6 Stück im Jahre 1998 in Wels und jeweils mit einer 4-er Kollektion in den Jahren 2000 und 2008 ebenda.


Die Eulenbarthühner zeigen eine interessante Spitze: In den Jahren 1996 bis 2000 wurde bei den abwechselnden Bunds- und Bundesjungtierschauen mit Ausnahme von 1999 jährlich eine Kollektion präsentiert. So standen in Wels 1996 und Innsbruck 1997 jeweils 6 Tiere, im Jahre 1998 in Wels 5 und 2000 ebenso in Wels sogar 8 Eulenbarthühner. Seit diesem pointierten Auftreten sind sie aber leider wiederum gänzlich aus den Katalogen verschwunden.

Holländer Haubenhühner aus aktueller Zucht in Österreich.  Züchter: Stefan Eigner

Bereits 1980, bei der ersten archivierten Bundesschau in Wels waren die Holländer Haubenhühner mit 8 gezeigten Tieren vertreten. Es dauerte ein Jahrzehnt bis sie wieder mit 6 Tieren ebenfalls in der Messe Wels gezeigt wurden und erreichten 1992 ihren bisherigen Höhepunkt mit 12 Rassevertretern. Bei den Holländer Haubenhühnern scheinen die Zehnerschritte Programm zu sein. Nachdem sie 2007 wieder mit 6 Stück in Wels zu sehen waren vergingen bis zu ihrem nächsten Auftritt 2017 wiederum 10 Jahre. Gesamt wurden also in den Jahren 1980 bis 2017 ganze 38 Vertreter dieser Rasse präsentiert.

Ähnlich wie bei den Eulenbarthühnern ist ab der zweiten Hälfte der 90er Jahre auch bei den Sultanhühnern eine regelmäßige Ausstellungspräsenz zu verzeichnen. Erstmals 1990 in Wels mit 6 Stück vertreten sind sie ab 1996 bis 2002 jährlich mit mindestens 4 bis maximal 6 Tieren vertreten. Gesamt wurden in diesem Zeitraum 44 Sultanhühner in weiß gezeigt. Doch wie bei einigen Rassen zuvor schon dargestellt, scheint es sich hier leider nun um einen temporär eingeschränkten Höhenflug der Rasse gehandelt zu haben. Nach 2002 wurde nicht mehr ein einziges Exemplar in Österreichs höchster Ausstellungsebenen gemeldet.

Ein ähnliches Wellental ist bei den gesamt 69 gezeigten La Flèche zu verzeichnen. Erstmals 1981 mit 8 Rassevertretern auf der Bundesschau in Wels vertreten, erreichten sie nach einer langen Durststrecke bis ins Jahr 1994 nach und nach eine gewisse Konstanz. So wurden 6 Tiere 1996 in Wels, ebenso vielen 1998 und je einmal, 6 und 5 Stück in den Jahren 1999, 2000 und 2002 gezeigt. Als absoluter Höhepunkt muss bei dieser Rasse die Bundesjungtierschau in Wieselburg im Jahre 2003, mit 16 Tieren und der damit höchsten Meldezahl überhaupt, angesehen werden. Dieser Boom schwang noch bis ins Jahr 2005 zu 12 gemeldeten Tieren auf der Bundesschau in Ebbs nach – im Anschluss daran sollte es bis 2017 dauern ehe die La Flèche wieder mit einer 6er Kollektion auf der Bundesschau in Wels vertreten waren.

Appenzeller Spitzhauben aus Österreich.  Züchter: Stefan Eigner

Die am häufigsten in Österreich gezeigte Rasse unseres SV sind mit deutlichem Abstand die Appenzeller Spitzhauben. Mit gesamt 232 gezeigten Tieren - konstant über die Bundes- und Bundesjungtierschauen seit 1980 verteilt. Sie sind damit auch die einzige Rasse unseres Sondervereins in der jemals eine rassespezifischer Bundesmeistertitel ermittelt werden konnte - und dies bereits fünf Mal: erstmalig 2007 in Ried mit 22 gezeigten Appenzeller Spitzhauben und dann ununterbrochen seit 2013 mit jeweils 21, 26, 23 und zuletzt 2017 mit 28 gemeldeten Tieren. Dies ist für unsere Rassen in Österreich sicherlich einzigartig – schließlich werden alle anderen in diesem Artikel behandelten Rassen um einen Bundesmeistertitel erreichen zu können, zu gemischten Gruppen zusammengefasst.

Was kann man nun als Resümee aus dieser Datensammlung ziehen?
Zunächst, dass die Ausstellungspräsenz bei den meisten Rassen, abgesehen von den La Flèche und den Appenzeller Spitzhauben an einem einzigen, maximal zwei Züchtern bzw. Züchterinnen hängt. Geben diese Züchter aus welchen Gründern auch immer ihre Tiere auf, so verschwindet auch die von ihnen betreute Rasse von der Bildfläche. Ein Phänomen, welches sich durch die gesamte Ausstellungsstatistik in Hinblick auf unsere Rassen zieht.

Sultanhühner der österreichischen Züchterin Stefanie Wolf

Im Weiteren war die größte Rassenvielfalt (immer auf die SV Rassen bezogen), nämlich Appenzeller Spitzhauben (4), Breda (4), Eulenbarthühner (8), Houdan (4), La Flèche (4) und Sultanhühner (4) im Jahre 2000 in Wels zu sehen. Kein Wunder – war hier doch die Bundesschau 2000 an die letzte EE-Schau in Österreich angeschlossen. Die genannten Zahlen beziehen sich aber ausschließlich auf die österreichischen Aussteller. Ausländische Aussteller wurden hier von mir nicht mitgezählt – obwohl es mich freute bei der Lektüre des Kataloges bekannte Namen zu finden die auch heute noch als maßgeblich anzusehen sind. Der Antrieb der Europaschau war im drauffolgenden Jahr bereits wieder verebbt – einzig die Sultanhühner wurden von den 14 möglichen Rassen im 2001 gezeigt.

Aufwind spürbar

Positiv ist die Entwicklung ab 2015 zu vermerken. Waren die SV Rassen in diesem Jahr nur mit den Appenzeller Spitzhauben vertreten so standen sie 2017 bereits mit Verstärkung von Holländer Haubenhühnern, Paduanern und La Flèche. Es zeigt sich also, dass die vom SV-betreuten Rassen im östlichen Nachbarland wieder auf den Großschauen vertreten sind und die Kurve im Steigen begriffen ist. Eine Entwicklung, die mich sehr freut und zu der ich hoffe meinen Betrag weiterhin leisten zu können.

Dieser Artikel wurde auf Basis der von Anton Fürstaller akribisch geführten Statistik zu den österreichischen Bundes- und Bundesjungtierschauen gezeigten Geflügelrassen ab 1980 verwirklicht – ich danke ihm daher sehr für seine Unterstützung. Ich hoffe den Lesern einen umfassenden Einblick über die Ausstellungspräsenz der von unserem Sonderverein betreuten Rassen gegeben zu haben. 

Stefanie Wolf

Freitag, 28. Juni 2019

Qualitätseinschätzung für qualitative Zuchtentwicklung

Sommertagung in Rodgau
Am Wochenende vom 14.-16. Juni trafen sich die Mitglieder und Freunde des SV der Haubenhühner und seltener Hühnerrassen in Rodgau zu ihrer Sommertagung. In diesem Jahr hatten Heike und Günter Grimm das Treffen und das Programm organisiert.



Das jährliche Treffen ist immer wieder eine hervorragende Möglichkeit Freunde zu treffen, sich auszutauschen und auch sich zuchtfördernde Ratschläge einzuholen. Auch wenn leider einige Zuchtfreunde krankheitsbedingt oder aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen konnten, so war doch eine erfreulich große Zahl an Züchtern und Interessierten zur Sommertagung angereist.

Die Jahreshauptversammlung des Sondervereins fand am Samstag Nachmittag statt. Ein geeigneter Rahmen unsere verdienten Mitglieder, Züchter und Deutschen Meister/innen zu ehren.

Der 1. Vorsitzende Jochen Schmauch ehrte Karin Rosel Ruth und Bruno Ruth für ihren langjährigen engagierten Einsatz für den Sonderverein und überreiche ihnen eine Ernennungsurkunde zum Ehrenmitglied.







Wir gratulieren unseren Züchtern und Züchterinnen zur Deutschen Meisterschaft 2018!

Fabian Tritschler mit Appenzeller Spitzhauben schwarz, Ingrid Spielberger mit Houdan schwarz-weißgescheckt und Rosi Kühnhöfer mit Appenzeller Spitzhauben chamois-weißgetupft errangen mit ihren gezeigten hochwertigen Kollektionen den Titel Deutscher Meister/in 2018.




Einschätzen von Qualität, Fehlern und Wünschen
Ein Höhepunkt und für viele der wichtigste Programmpunkt der Sommertagung ist sicherlich die Tierbesprechung. Unsere Experten Lothar Fugger und Gerald Baumgartl begutachteten die mitgebrachten Tiere und erläuterten die jeweiligen Qualitäten, Fehler und Wünsche. Bei unseren Haubenhühnern und seltenen Rassen ist es oft notwendig gewisse Zugeständnisse zu machen. Die richtige Einschätzung und Gewichtung der Vorzüge, Fehler und Wünsche ist daher von besonderer Wichtigkeit.
Lothar Fugger erklärt wie eine ideale Vollhaube aussehen sollte und erläutert wie wichtig stabile straffe Hauben für die erforderliche Sichtfreiheit sind.










Gerald Baumgartl erläuterte den Züchtern und interessierten Besuchern u.a. wichtige Aspekte zu den La Flèche. Er wies unter anderem auch auf die Wichtigkeit eines freien Standes, eines durchgängigen hufeisenförmigen Nasensattels und einer möglichst geraden Hörnerstellung hin. Bei den blaugesäumten La Flèche ist auch darauf zu achten, dass schwarze Federteile mattschwarz erscheinen und im Gegensatz zu den schwarzen La Flèche keinen Glanz zeigen.



Die Appenzeller Spitzhauben waren in drei Farbenschlägen zu besprechen. Bei den gold-schwarzgetupften Jungtieren konnte Lothar Fugger deutlich die Herausforderungen dieses Farbenschlages erläutern. Wir wünschen uns fein durchgefärbte Schwingen, goldbraun mit schwarzen Endtupfen, die Innenfahnen der Armschwingen mehr oder weniger schwarz durchsetzt. Nicht selten sind jedoch Aufhellungen in den Schwingen zu beobachten. Während Schilf als Fehler einzustufen ist, sind leichte weiße Spitzen am Federende unerheblich und nicht als Schilf anzusehen. Die Qualität der Tupfenzeichnung lässt sich auf der Brust sehr gut beurteilen. Oft Ist das Farbbild etwas zu schwarzlastig, sodass wenig von der Grundfarbe zu sehen ist. Hier muss man nicht selten Zugeständnisse im Hinblick zum Ideal machen. Eine komplett schwarze Brust ist jedoch unbedingt als Fehler einzuordnen. Der Schwanz sollte möglichst braun mit schwarzen Endtupfen gezeigt werden. Die optimale Schwanzfärbung ist hier leider recht schwer zu erzielen und daher sind auch hier meist Zugeständnisse notwendig.

Leicht V-förmige Hörner sind erwünscht Bei dem Hahn auf Bild 1 streben die Hörner zu weit auseinander. 
Die sog. Spitzhaube ist bei den Appenzeller Spitzhauben -wie der Name bereits verrät- eines der kennzeichnenden Rassemerkmale. Lothar Fugger erklärte im Vergleich worauf zu achten ist. Bei der chamois-weißgetupften Henne ist die Haube zu üppig ungeordnet und formlich nicht ideal. Stabile, formgebende Außenfedern würden eine rassetypischere Haube ermöglichen. Die silber-schwarzgetupfte Henne zeigt uns im Vergleich eine perfekte straffe nach vorne gebogene Spitzhaube.



Neben einer genauen Besprechung aller Tiere war auch für gezielte Fragen der Züchter/innen genügend Raum. Die Frage ob denn eine sog. Fleischwarze vor dem Hufeisen als Fehler einzuordnen ist, konnte unter anderem klar beantwortet werden. Insbesondere bei Hähnen ist sichtbares Kammfleisch vor dem Hufeisen teilweise ausgeprägt und gilt sogar als Qualitätsmerkmal. Dies ist lediglich bei extremer Auswucherung fehlerhaft.

Am Ende der Tierbesprechung erwartete die Teilnehmer noch eine Rassevorstellung der Pavlov Hühner. Stellvertretend für eine Gruppe von Züchtern/innen dieser alten, ursprünglich aus Rußland stammenden Hühnerrasse, die als Urahn unserer Haubenhühner gilt, stellte Marcella Sterlepper Tiere im Farbschlag Silber-schwarzgetupft und Gold-schwarzgetupft vor und berichtete uns vom Zuchtstand und den züchterischen Aktivitäten für die Pavlov Hühner. Die Gruppe der engagierten Pavlov-Züchter bemüht sich derzeit um die Anerkennung dieser Rasse in Deutschland und möchte sich unserem Sonderverein anschließen.



Wer erfolgreich züchten möchte, muss die spezifischen Rassemerkmale einschätzen und gewichten können.

Die jährlich wachsende Anzahl an Teilnehmern an der Tierbesprechung zeigt es: Die ausführlichen Erläuterungen unserer Experten aus den Reihen unseres Sondervereins sind für Züchter und Gäste hochinteressant und eine wichtige Hilfestellung zur zuchtstandsbezogenen Qualitätseinschätzung unserer Haubenhühner und seltener Hühnerrassen. Ein herzlicher Dank geht an dieser Stelle an unsere Fachexperten Gerald Baumgartl und Lothar Fugger für ihr Engagement zur Züchterweiterbildung.
Ein besonders großes Dankeschön geht darüber hinaus an Heike und Günter Grimm, die sich mit der Organisation unserer Sommertagung solch große Mühe gegeben haben und die uns allen dieses kurzweilige, gesellige und sehr interessante Wochenende ermöglicht haben!

Sonntag, 3. Februar 2019

Hauptsonderschau in Leipzig

Haubenhühner und seltene Hühnerrassen zur Nationalen
Die Hauptsonderschau unseres Sondervereins der Haubenhühner und seltener Hühnerrassen war vom 7.– 9. Dezember 2018 der 100. Nationalen Bundesschau in Leipzig angeschlossen. Mit 276 Tieren ein für unseren Sonderverein überaus positives Meldeergebnis.




Von unseren momentan 14 betreuten Rassen, waren 10 angetreten. Den Reigen eröffneten 6 blaugraue Vogtländer. Allesamt stammten aus der Zucht von Karsten Kannegießer. Das Spitzentier war eine Henne mit sg 95 E.

Ein größeres Farbspektrum zeigten die Paduaner. Bei 46 Tieren waren 7 Farbenschläge vor Ort. Paduaner-Champion wurde Julia Albang. Ihre Henne in chamois-weißgesäumt errang V 97 Siegerband.





Bei den Holländer Haubenhühnern war Patrick Tolle mit seinen Weißhauben in Weiß der strahlende Sieger. Eine Henne erzielte V 97 Jubiläumsmedaille. In der gleichnamigen Farbe nahm er den Titel des Bundessiegers mit nach Hause. In dieser Rasse standen 20 Tiere in 5 Farbschlägen.

28 Sultanhühner in weiß stellten mit einer Henne V 97 Jubiläumsmedaille von Johannes Schilling das Siegertier. In der AOC-Klasse hatte Werner Kyling (Bild unten) noch Sultan in schwarz, blau und gesperbert.




Nur eine Ausstellerin war mit Houdan schwarz-weißgescheckt vertreten. Von ihren 8 Tieren war das Spitzentier die Henne mit HV 96 Lipsia-Band.

Zahlenmäßig im oberen Bereich, präsentieren sich die Appenzeller Spitzhauben. Mit 39 Meldungen in 4 Farbschlägen war es eine schöne Präsentation. Das beste Tier gab es in zweifacher Ausführung. Ein Hahn von Michael Reuschel bekam V 97 Jubiläumsmedaille. Aus der gleichen Zucht stammte die Henne in gold-schwarzgetupft, mit ebenfalls V 97 Jubiläumsmedaille.

Ein Auftrieb von 36 Bredas, dazu in 4 Farbschlägen, ist nicht alltäglich. Eine schwarze Henne von Karl Ehret bekam mit V 97 das begehrte Siegerband.

8 Farbschläge wurden bei den Eulenbärten gezeigt. Mit 37 Tieren ist die Obergrenze der Meldezahl dieser Rasse vermutlich erreicht. Eine Henne in gold-schwarzgetupft aus der Zucht von Ortwin Horst erhielt V 97 Jubiläumsmedaille.

46 La Flèche gab es auf einer Nationalen schon Jahre nicht mehr. Bei den gemeldeten vier Farbenschlägen blieben leider die Käfige der gesperberten leer. Nichts desto trotz eine gelungene Präsentation. Herausgestellt wurde die Henne in schwarz von Michael Männche mit V 97 Siegerband.

Erfreulicherweise gab es seit längerer Zeit wieder einmal Appenzeller Barthühner zu bestaunen. 10 Tiere eines Ausstellers im Farbenschlag schwarz hatten ihr Spitzentier in einem Hahn mit HV 96 Lipsia-Band.
Gerold Kellermann


Bilder Gerold Kellermann, Heike Grimm