Holländer Haubenhühner

Holländer Haubenhühner sind mittelgroße Hühner mit schlanker Landhuhnform mit großer, voller Rundhaube.

Extravagante Vollhaubenhühner mit Eleganz und Klasse

Typ: Landhuhn mit voller Rundhaube
Gewicht: 2-2,5 kg, Henne 1,5-2 kg
Bruteimindestgewicht: 45 g
Schalenfarbe der Eier: weiß
Wesen: ruhig, teilweise etwas schreckhaft
Ringgröße: Hahn 18, Henne 16
Farbschläge: Weißhauben schwarz, Weißhauben weiß, Weißhauben blau-gesäumt, Weißhauben gesperbert, Weißhauben schwarz-weißgescheckt, Schwarzhauben weiß



Gefährdet: Leider gibt es nur noch wenige Züchter, die sich der Zucht und Erhaltung der Hühnerrasse Holländer Haubenhühner widmen.

Die Holländer Haubenhühner sind eine alte Hühnerrasse mit Ursprung in den Niederlanden. Bereits im 15. Jahrhundert soll es diese Zierhuhnrasse gegeben haben, allerdings war ihr Erscheinungsbild zu dieser Zeit noch nicht so elegant anzuschauen wie heute. Wegen ihres extravaganten Äußern wurden sie gerne von altniederländischen Meistern auf Gemälden gezeigt. Als eine der ersten erhaltenen Darstellungen gilt laut Bruno Düringen die bildliche Darstellung des holländischen Tiermalers Jan Monckhorst aus dem Jahre 1657.

Über die genaue Abstammung dieser alten Hühnerrassen kann man lediglich Vermutungen anstellen. Es wird allgemein angenommen, dass die Holländer Haubenhühner von Nachfahren der russischen Urhaubenhühner, den „Pawlowa“ abstammen.

Holländer Haubenhühner sind sehr attraktive Zierhühner, die anstatt eines Kammes eine auffällige Federhaube tragen. Bei dieser Rasse steht die Schönheit an erster Stelle. Form und ebenso die verschiedenen anerkannten Farbschläge sind einfach ein Fest für die Augen. Sie sind keine Hochleistungslegehühner, doch zu ihrem wirklich außergewöhnlichen Erscheinungsbild legen sie doch noch 140 Eier im Jahr. Für den eigenen Hausgebrauch durchaus ausreichend. 


Einen riesigen Auslauf benötigen die Holländer Haubenhühner aufgrung ihrer ruhigen Art nicht. Die Haltung dieser Rasse ist jedoch etwas anspruchsvoll hinsichtlich Gefiederpflege. Wie bei allen Hühnern mit Haube braucht die Pflege der Federhauben besondere Aufmerksamkeit. Eine regelmäßige Kontrolle von Schädlingsbefall ist hier noch wichtiger als bei anderen Rassen.
Bedingt durch die Haube haben Holländer Haubenhühner ein teilweise eingeschränktes Sichtfeld und reagieren daher auf zunächst unbemerkte Bewegungen etwas schreckhaft. Hier sollte man je nach Bedarf 1-2 Mal im Jahr die Haube putzen bzw. frisieren um den Tieren freie Sicht zu ermöglichen.
Ansonsten sind sie jedoch pflegeleicht, werden schnell zahm und sind recht friedfertig. Vom Wesen her sind sie eher ruhige und gemütliche Hühner, die sich einfach vergesellschaften lassen.

Holländer Haubenhühner sind ein wertvolles Kulturgut und es lohnt sich diese Hühnerrasse näher anzuschauen.



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RASSEMERKMALE

HAHN

Rumpf:
leicht und gestreckt gebaut, über den Schultern breit, nach hinten schmäler werdend
Hals: mittellang, mit langem Behang
Rücken: gut mittellang, fast waagerecht
Schultern: breit, abgerundet, wenig hervortretend
Flügel: mäßig lang, anliegend getragen
Sattel: voll und lang befiedert
Schwanz: mittellang, geschlossen; mit voller, möglichst breiter Besichelung; hoch, jedoch nicht zu steil getragen
Brust: rund, vorgewölbt
Bauch: gut ausgebildet
Kopf: mittelgroß, mit  hohem Stirnbein und starker Schädelerhöhung, auf der die Haube beruht
Gesicht: möglichst federfrei
Kamm: fehlt ganz
Kehllappen: mittellang, glatt
Ohrscheiben: weiß, rote Einlagerungen gestattet
Augen: rot bis braun
Schnabel: mit hufeisenförmig aufgeworfenem Sattel über den aufgetriebenen Nasenlöchern, davor ein kleiner fleischiger Punkt gestattet. Farbe in Anlehnung an die Lauffarbe.
Haube: möglichst hoch angesetzte, gut zurückgeworfene, sehr dichte, aus kräftigen, breiten, langen Federn bestehende Rundhaube; Augen und Sichtfeld freilassend; Die Beurteilung der Sichtfreiheit ist nach den aktuellen Beschlüssen und Richtlinien vorzunehmen. Eine kleine farbige Schnippe (Schmetter­ling) befindet über dem Schnabel in der Haubenfront der Weißhauben; Die Farbe des Schmetterlings entspricht der Mantelfarbe des jeweiligen Farbenschlages.
Schenkel: wenig hervortretend
Läufe: mittellang, unbefiedert, Farbe siehe Farbenschläge
Zehen: mittellang
Gefieder: anliegend

HENNE

Dem Hahn gleichend, bis auf die ge­schlechts­bedingten Unterschiede; gestreckte, etwas tiefer gestellte Walzen­form; Hau­ben­federn kurz, breit und abgerundet; Haube dicht und kugelförmig, in ihrer Ausbildung die Sichtfreiheit gewährleistend.
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GROBE FEHLER IN DEN RASSEMERKMALEN

Schmaler, kurzer, oder plumper Körper; hohe Stellung; schopfartige, schie­fe oder nach vorn überhängende Hau­be; starke Scheitelbildung und Dreh­federn in der Haube; fehlende Schädelerhöhung (Protuberanz);  Hängeflügel; Steil­schwanz; starke Kammbildung; überhängende Augenwülste; fehlende aufgetriebene Nasenlöcher; schiefer Nasensattel.
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FARBSCHLAG


WEIßHAUBEN SCHWARZ
Schwarz mit grünem Glanz, Haube weiß, Schnabelfarbe dunkelhornfarbig, Lauffarbe schwarz bis dunkelschieferblau.

WEIßHAUBEN WEIß
Rein weiß, ohne gelben Anflug.
Lauf- und Schnabelfarbe hellgraublau, fleischfarbig vorerst gestattet.

WEIßHAUBEN BLAU-GESÄUMT
Gleichmäßiges Stahl- oder Schieferblau mit dunkler Säumung und weißer Haube; Hals und Sattelbehang des Hahnes blauschwarz.
Schnabelfarbe dunkelhornfarbig; Lauffarbe dunkel schieferblau.

WEIßHAUBEN GESPERBERT
Schwarze Grundfarbe mit möglichst durchgehender graublauer Sperberzeichnung und weißer Haube.
Lauf- und Schnabelfarbe weiß oder leicht perlgrau. mit oder ohne dunklen Flecken.

WEIßHAUBEN SCHWARZ-WEIßGESCHECKT
Hauptfarbe grünglänzend schwarz, die Federenden mit weißer Spitze; bei der Henne möglichst gleichmäßig verteilte Zeichnung, beim Hahn und bei Jungtieren ist das Schwarz vorherrschend. Mit dem Alter wird die weiße Zeichnung stärker. Haube weiß.
Schnabelfarbe dunkelhornfarbig; Lauffarbe fleischfarbig mit teilweise dunklen Schuppen.

Grobe Fehler im Farbschlag:Glanzloses Gefieder; Weiß im Körpergefieder; farbige Federn in der Haube (außer Schmetterling); starker gelber Anflug in der Haube.

SCHWARZHAUBEN WEIß
Hahn: Mantelgefieder weiß mit dunkelgrauem Untergefieder. Haube und Oberhals schwarz, Weiß im letzten Drittel der Feder gestattet. Schwarz im oberen Halsbehang nach unten abnehmend. Brust mit leichtem, schwärzlichem Halbmondsaum. Schwingen und Schwanz weiß. Henne: Mantelgefieder weiß mit dunkelgrauem Untergefieder; von außen gering sichtbare schwärzliche Einlagerungen gestattet. Haube schwarz. Oberhals schwarz, Weiß im letzten Drittel der Feder gestattet. Schwarz im oberen Halsbehang nach unten abnehmend. Schwingen und Schwanz weiß.
Lauf- und Schnabelfarbe hellblaugrau.

Grobe Fehler im Farbschlag: Starker, gelber Anflug; an­ders­farbige Federn.